Tabakkollegium Fricktal

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Geschichte

Tabakskollegien haben ihren Ursprung wohl in den Niederlanden und gehörten seit dem 17. Jahrhundert zu den höfischen Gewohnheiten König Friedrich I. in Preußen. Er ließ regelmäßige Tabakskollegien, bei denen auch Damen anwesend waren, abhalten. Folgender Spruch ist von ihm überliefert: "In Meinung, dass der Gebrauch des Tabaks gegen alle böse Luft gut sei". Sein Nachfolger, der „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I. behielt die Institution des Tabakskollegiums bei, änderte aber grundlegend ihren Charakter. Nun war dies eine reine Männergesellschaft.
 
In ganz entfernter Anlehnung an das preußische Tabakskollegium wurde am 28. Februar 1986 in Möhlin das Tabakkollegium Möhlin gegründet. Sieben notable pfeifenrauchende Herren mit unterschiedlichem beruflichem Hintergrund aus Möhlin, Kaiseraugst, Rheinfelden und Zeiningen haben sich zu diesem Zweck zusammen getan. Konstitutiv und namensgebend ist also das Rauchen. Als Obmann leitet Armin Frey die monatlichen Sitzungen. Auch das Kulturelle soll in Form von Museumsbesuchen und Reisen gefördert werden. Die Mitglieder sind nicht einfach Mitglieder, sondern Pfeifenratsmitglieder. Seither treffen sich die Pfeifenratsmitglieder jeweils am letzten Freitag im Monat, in einem vorher vereinbarten Restaurant. Wiederstand gegen Raucher in öffentlichen Räumen, speziell in Restaurants, ist bereits ein Thema. Ein Stammlokal ist noch nicht gefunden, man ist aber auf der Suche.

Am 2. März 1990 konnten die Pfeifenratsmitglieder das erste Mal in ihrem neuen Stammlokal, Restaurant Sonnenberg in Möhlin, die extra für sie geschaffene Pfeifenratsstube, ein rauchen. Die Wirtin Sophie Geiger stellte im Restaurant Sonnenberg in Möhlin dem Tabakkollegium einen separierten, aber einfachen Raum als Pfeifenratstube zur Verfügung. Mit Anregungen und Investitionen beider Parteien wurde aus dem Raum langsam aber sicher die heutige Pfeifenratsstube. Geführt wird das Restaurant heute vom Wirte-Ehepaar Branca und Marcel Geiger.
Das Kollegium soll nicht mehr als 13 Pfeifenratsmitglieder haben. Ein Platz in dieser Runde ist reserviert für einen Gast. Frauen sind im Kollegium nicht erwünscht. Auch das wurde beim Gründungsakt so beschlossen.

Ein Höhepunkt war die Einweihung der Pfeifenlampe am 24. April 1998 die vom Künstler und Pfeifenratsmitglied Tommy Külling geschaffen wurde. Die Lampe besteht aus 13 speziellen Leuchten plus eine für einen eingeladenen Gastraucher. Gastraucher sind immer willkommen. An der Pfeifenratssitzung vom 28. Februar 2003 wurde eine Aufnahmeregelung für Neumitglieder und Gastraucher verabschiedet.


Erstmals im Januar 1999 präsentierten sich sie Pfeifenratsmitglieder in einem einheitlichen Tenue bestehend aus einem Wildleder-Gilet. Leider war der Ersatz nicht lange sichergestellt, sodass an der Jahresschlusssitzung vom 16. Dezember 2005 die Pfeifenratsmitglieder im neuen maßgeschneiderten königsblauen Gilet auftraten.

Zwei weitere Neuerungen wurden am 11. Dezember 2009 beschlossen. Das Jahrbuch soll in Zukunft in elektronischer Form geführt werden und später als Buch gebunden werden. Im Weiteren soll unter der Web Adresse www.tabakkollegium.ch eine Homepage erstellt werden. 

Am 29. Januar 2010 wurde eine Namensänderung beschlossen. Neu nennt sich das Kollegium jetzt Tabakkollegium Fricktal.


Beschlossen wurde schließlich noch am 27. August ein neues modernes Logo, dass das alte, die „Pfeife rauchende Tante“, ablösen soll.

Termine

Nächste Pfeifenratssitzung:
Freitag 25. Oktober 2019

Treffpunkt: 19.30 Uhr

Rest. Sonnenberg, Möhlin


Jahresprogramm

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